Nach dem Willen der EU-Kommission sollen Elektrogeräte nicht länger im Stand-by-Betrieb Strom verschwenden. Die EU-Kommission habe eine Verordnung zur Begrenzung der Stromverluste im sogenannten "Bereitschafts- und Schein-Aus-Zustand" von Büro- und Haushaltsgeräten beschlossen, teilt das Umweltbundesamt in Dessau mit.
Wird die Verordnung vom EU-Parlament bewilligt und von den Mitgliedsstaaten umgesetzt, dürften ab 2010 nur noch solche Computer, Waschmaschinen, Fernsehgeräte und andere Büro- und Haushaltgeräte verkauft werden, die nicht mehr als ein Watt im Stand-by-Betrieb verbrauchen.
Einsparung von 14 Millionen Tonnen CO2
Besitzen die Geräte eine Informationsanzeige, dürfen sie bis zu zwei Watt im Stand-by verbrauchen. Nach drei Jahren sollen die Grenzwerte laut dem Umweltbundesamt auf die Hälfte sinken. Mit Umsetzung der geplanten Maßnahmen sei in der EU eine Verringerung unnützer Stromverluste um 35 Milliarden Kilowattstunden (kWh) pro Jahr bis 2020 zu erwarten.
Das entspreche einer Einsparung von 14 Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid (CO2) und etwa neun Großkraftwerken mit 800 Megawatt Leistung. Allein in Deutschland könnten die Verbraucher ihre jährlichen Stromkosten um insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro senken.